Fundstücke

Richters Anker-Geduldspiel Nr. 19

Legespiel aus Stein mit Verpackung
Anleitung zum Legespiel mit legbaren Mustern

„Richters Anker-Geduldspiel [Nr.] 19“, Firma F. Ad. Richter, um 1910

rechteckige Stulpschachtel mit farbigem Bild des Kaisers Barbarossa im Kyffhäuser umkreist von Raben,

Legespiel mit acht Steinen, 38seitiges Vorlagenheftchen mit 107 Legeoptionen,

im Deckel eingeklebtes Vorlagenblatt mit den Steinenummern 1 x 701, 1 x 704, 2 x 705, 2 x 710, 2 x 717

Maße: Höhe 1,5 cm, Breite 11,5 cm, Tiefe 8,5 cm

Material: Stein, Papier, Pappe; bedruckt

 

Die Firma ANKER gelangte mit den gleichnamigen Steinbausteinen im ausgehenden 19. Jahrhundert zu Ruhm.

Die Idee der Bausteine aus Quarzsand, Kalk und Leinölfirnis beruhte auf einer Idee der Brüder Otto und Gustav Lilienthal. Der Unternehmer Friedrich Adolf Anker (geb. 12. Mai 1846 in Herford, gest. 25. Dezember 1910 in Jena) erwarb das entsprechende Patent und stellte 1882 die ersten „Patent-Baukästen“ her, zunächst noch unter dem von Gustav Lilienthal entwickeltem Logo eines roten Eichhörnchens. Ab 1895 ersetzte Richter das Eichhörnchen durch den bereits etablierten Anker.

Die „Anker-Steinbaukästen“ waren ein großer unternehmerischer Erfolg und erfreuten sich des Zuspruchs bei Kindern vom Bürgertum bis in den Hochadel. Die Bausteine wurden einfach aufeinandergelegt. Ergänzungskästen ermöglichten das Bauen von Schlössern, Brücken, ganzen Städten.

1876 hatte Richter die Firma „F. Ad. Richter & Cie.“ in Rudolstadt, dem damaligen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt (heute: Freistaat Thüringen) gegründet. Um 1910 zählte die Firma rund 700 Beschäftigte und galt als einer der bedeutendsten Unternehmer des kleinen Fürstentums. Neben dem Stammsitz umfasste das Firmenimperium zu seinem Tod eine Lebkuchenfabrik in Nürnberg, eine Baukastenfabrik in Wien, Glashüttenwerke in Konstein mit Niederlassungen in Leipzig, Wien, Olten, Rotterdam, Prag, St. Petersburg und New York.

Neben den Baukästen vertrieb ANKER auch verschiedene Legespiele aus Steinen. Deren Ursprung geht auf chinesische Legespiele zurück (sogenannte Tangram). Es gibt Variationen, denen unterschiedliche Grundformen zu Grunde liegen.

 

 

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